A-Drache

anarch-o-mat - Bin ich ein/e Anarchist/in?


„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen” — Warren Buffett (Multimilliardär)


Kulturdenkmal Bakuninhütte

Von drei deutschen Staaten seit 1933 enteignet / beschlagnahmt / in Beschlag genommen (Nazi-Reich, DDR und neue BRD), wird die nach dem zeitweise in Deutschland lebenden 1848er Sozialrevolutionär Michael Bakunin benannte Bakuninhütte bei Meiningen / Thür. nun offiziell zum sozialkulturellen Denkmal und erhält eine Denkmalschutzplakette.

Beim Denkmalfest am 27. August 2017 ab 14 Uhr wird die Plakette feierlich angebracht. Mehr Informationen siehe unten.


Historische Postkarte zu Gunsten des Hüttenbaufonds.

http://de.geomapedia.org/information/bakuninh%C3%BCtte.html

Die Bakuninhütte entstand in den 1920er Jahren auf einer Selbstversorgungsfläche notleidender Arbeiterfamilien. Sie ist vermutlich das einzige noch erhaltene Kulturdenkmal der anarcho-syndikalistischen Bewegung Deutschlands der Zwischenkriegszeit.

·          27. August 2017 ab 14 Uhr - Die Bakuninhütte bekommt ein Denkmalschild

Im September 2015 wurde die Bakuninhütte aus geschichtlichen und wissenschaftlichen Gründen als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz gestellt. Die vorgenommene Beurteilung basierte wesentlich auf dem Material, das der Verein in langjähriger Arbeit zusammenstellte.

·          Mit Grußworten von:

Dr. Werner Abel, Historiker
Rolf Baumann, Beigeordneter des Landrats (SM)
Stefan Biermann, Thüringer Staatskanzlei, Referat 43, Referatsleiter, stellvertr. Abteilungsleiter
Fabian Giesder, Bürgermeister Meiningen
Dr. Bertram Lucke, Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Gebietsreferat Denkmalerfassung
Axel Wirth, Kreisheimatpfleger (SM)
Sandro Witt, Stellvertretender DGB-Bezirksvorsitzender Hessen-Thüringen

Feier * Musik * Führungen

Für musikalische Unterhaltung sorgen der Chor des Henfling-Gymnasiums, Meiningen, mit Volksliedern und das Mühsam-Projekt aus Mehmels (Akkordeon, Fiddle und Concertina) mit vertonten Gedichten von Erich Mühsam.
Für das leibliche Wohl sorgt der Feuerwehrverein Meiningen e.V. Führungen über das historische Gelände runden das Programm ab.

 Wanderung

Eine geführte Wanderung zur Bakuninhütte wird angeboten:
Treffpunkt ist am Marktplatz Meiningen (Kirche) um 11:30 Uhr

Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag, 10. September 2017, von 11:30–16:00 Uhr ist die Bakuninhütte am diesjährigen Tag des offenen Denkmals für alle Interessierten geöffnet. Es werden historische Führungen angeboten. Für Essen und Trinken gegen Spende ist gesorgt.

http://www.bakuninhuette.de/index.php?page=aktuelles&rubrik=Neuigkeiten


Aktionstage gegen Braunkohle im Rheinland vom 24. bis 29. August 2017

Vom 24. bis 29. August rufen verschiedene Initiativen zu unterschiedlichsten Aktionen gegen die Verstromung der Braunkohle, des klimaschädlichsten aller fossilen Energieträger, auf:
Das Aktionsbündnis Ende Gelände https://www.ende-gelaende.org/de/ lädt ein zu Massenblockaden der Kohleinfrastruktur im Revier.

Bei der Aktion KOHLE erSETZEN http://kohleersetzen.blogsport.eu/ werden Zuwege zu einem Kohlekraftwerk blockiert werden. Die Aktion richtet sich an Menschen mit und ohne Blockadeerfahrung

Die Kampagne Zucker im Tank https://www.zuckerimtank.net/ unterstützt Kleingruppenaktionen im Revier mit dem Ziel die Abläufe der Kohleindustrie effektiv zu stören.
Lokale Initiativen und Umweltorganisationen rufen zur Großdemo im Hambacher Wald am 26.8. unter dem Motto „Rote Linie gegen Kohle“ auf. Infos unter http://zukunft-statt-braunkohle.de/

Die Gruppe Animal Climate Action organisiert eine Fahrraddemo durchs Kohlerevier am 24. 8. https://animal-climate-action.org/de/
Als Orientierungshilfe, um die für jede*n Einzelne*n passende Aktionsform zu finden, haben Menschen den „Action-Finder“ https://www.zuckerimtank.net/?page_id=293 entwickelt. Viel Spaß beim Ausprobieren!


Camps: Wie in den letzten Jahren gibt es auch schon vor den Aktionstagen wieder Camps im Revier, auf denen es um Bildung, Vernetzung und das Leben von Alternativen geht. Alle drei Camps finden statt vom 18. bis 29. August.
Das Achte Klimacamp im Rheinland http://www.klimacamp-im-rheinland.de/ bietet wieder ein großes Programm rund um Klimawandel, Kapitalismus und Lösungsansätze und beherbergt auch wieder die diesjährige degrowth-Sommerschule https://www.degrowth.info/de/sommerschule-2017/ (mit Anmeldung, aber noch viele Plätze frei!).
Das Connecting-Movenments-Camp http://www.klimacamp-im-rheinland.de/como/ will Menschen verschiedener sozialer Kämpfe und Bewegungen zusammenbringen, um neue Perspektiven emanzipatorischer Politik zu entwickeln.
Das camp for [future] https://www.campforfuture.de/ richtet sich an junge Menschen ab 16 Jahren und thematisiert Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Feminismus oder Migration.


aktuelle anarchistische literarische Texte

Die HerausgeberInnengemeinschaft irrliche - http://www.irrliche.org - ist ein Projekt, dass primär aktuelle anarchistische literarische Texte, Theaterstücke usw. zugänglich macht. Die Durchsetzung einer alternativen Gesellschaft muss, um erfolgreich zu sein, nicht nur Institutionen verändern, sondern auch das Subjekt selbst und die 'privaten' Verhältnisse. Hier sind Kunst und Literatur wesentlich wirksam. Alternative Literatur ist nicht Literatur, die wohlmeinende politische Propaganda verbreitet, sondern eine Literatur, die unser subjektives Leben von Grund auf in Frage stellt. Das Private ist politisch und in diesem Sinn ist Literatur über das Private politisch.

Es wurde gerade ein Relaunch der Seite http://www.irrliche.org erstellt. Die Arbeit nutzt aber nichts, wenn niemand sie aufruft. Deshalb die Bitte an Euch: Verlinkt bitte die Seite, falls Ihr Möglichkeiten dazu auf eigenen Webseiten habt, und weist über andere Foren - Web 2.0 - darauf hin. Die Texte auf der Seite dürfen alle auch einzeln frei weiterverbreitet werden (CC BY SA).


antinationales Sommercamp in Nordbayern (Nähe Nürnberg) vom 18. bis 23.8.2017

Die Gruppen gegen Kapital und Nation machen dieses Jahr wieder ein antinationales Sommercamp. Da wir dieses Jahr ausnahmsweise nur ein Camp im Süden machen, ein Camp im Norden also nicht stattfindet, und zudem die Anmeldemöglichkeit erst kürzlich eröffnet wurde, wollten wir nochmal Bescheid geben. Die Plätze können knapp werden, meldet euch also frühzeitig an unter:

www.gegner.in

Sommercamp im Süden: 18.-23.8.2017

Ferien von Deutschland machen

Dieses Jahr gibt es wieder ein Antinationales Sommercamp mit Sonne und Theorie, Sommer und Diskussion, Baden und Argumenten. Täglich werden dort zweimal zu entspannten Uhrzeiten mehrere parallele Workshops angeboten, die, wie „im echten Leben“, in Konkurrenz stehen zu schwimmen, schlafen, Spaziergängen, kickern und Lagerfeuerromantik (letzteres sehr umstritten).
Auf den Camps wird es Workshops u.a. zu folgenden Themen geben: Afrikas Integration in den Weltmarkt: Von Kolonien zu Rohstoffländern zu Schuldenstaaten, Trump, Weltwirtschaftsordnung, Einführung in die Kapitalismuskritik, Postwachstumstheorie, Flüchtlingspolitik, Meinungsfreiheit, Konkurrenz und Wettbewerb, Von wegen unsichtbare Hand:
wie der Kampf der Unternehmer ihr Personal ruiniert, Kritik des Nationalismus, ...
Übrigens: Dieses Jahr wird es nur ein Camp im Süden geben, im Norden wird erst 2018 wieder eines veranstaltet. Wenn ihr nichts mehr von uns hören wollt, dann antwortet mit Raus im Betreff auf diese Mail.

ORGANISATORISCHES
Das Camp findet in der Nähe von Nürnberg statt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, allerdings nicht ganz unproblematisch (das letzte Stück nur per Bus, 2-3 mal am Tag). Wenn du die Möglichkeit hast, empfehlen wir die Anreise per Auto. Übernachtung in Betten oder selbst mitgebrachten Zelten. Der Teilnahmebeitrag beträgt je Tag 9–13 Euro für Zeltende und 14–18 Euro für Bettennutzer*innen, je nach Selbsteinschätzung der eigenen finanziellen Möglichkeiten. (Wer überlegt wegen der Höhe des Teilnahmebeitrags nicht zu kommen, melde sich bitte bei uns). Materialien und Vollverpflegung sind inklusive. Auf dem Camp gibt es organisierte Selbstverpflegung, d.h. manchmal kochen und abwaschen, aber täglich essen, stets auch vegetarisch und vegan.
Vorhanden sind Tagungsräume, Kicker, Tischtennisplatte, WLAN, Lagerfeuerplatz, Musikanlage, viel Wald zum Wandern, große Rasenfreifläche für sonst was und ein kleiner Badeweiher auf dem Gelände und ein weiterer in Fußnähe. Hunde sind in den Häusern erlaubt und auf dem Gelände angeleint geduldet. Die Anlage ist nicht Rollstuhlgerecht. Wir werden uns aber Mühe geben, einige Barrieren abzubauen, so dass Häuser, wo kleine Treppen im Eingangsbereich sind, über Rampen erreichbar sind. Wo zentrale Plätze ohne weiteres wegen Schotterweg oder Wiese nicht erreichbar sind, versuchen wir, Bahnen zu legen. Wir bemühen uns, auch auf andere Bedürfnisse einzugehen, soweit wir das kapazitätenmäßig schaffen. Wenn du bestimmte Bedürfnisse oder Fragen hast und mit uns klären willst, ob die Camp-kompatibel sind, dann melde Dich gerne bei uns. Wenn du mit Kindern kommen möchtest, melde dich bitte auch bei uns. Wir bemühen uns um Kinderbetreuung mindestens parallel zu einem Teil der Workshops.
Dafür ist es hilfreich zu wissen, welche Altersgruppe etc. abzudecken ist.

WORKSHOPS
*Hier einige Teaser, auf der Homepage werden die Ankündigungen der Workshops laufend aktualisiert!*

Afrikas Integration in den Weltmarkt: Von Kolonien zu Rohstoffländern zu Schuldenstaaten Die meisten Staaten in Afrika (unterhalb von Nord-Afrika, Subsahara) haben eine ähnliche polit-ökonomische Karriere hinter sich. Der koloniale Befreiungskampf endet mit Politikern an der Spitze, die ihre Herrschaft über Land und Leute nutzen wollen, um moderne Nationalstaaten nach westlichem Vorbild zu entwickeln. Dazu greifen sie zunächst auf die einzige vorhandene Einkommensquelle zurück, den Rohstoffexport. Die Versuche, mit den Erlösen eine eigene warenproduzierende Gesellschaft anzustoßen, scheitern flächendeckend. Geblieben ist die Rolle als Rohstofflieferanten und die zunehmende Verschuldung wegen dieser einseitigen Abhängigkeit.
Die Bevölkerung wird auf die Geldwirtschaft festgelegt, ohne dass es einen flächendeckenden Bedarf am Kauf ihrer Arbeitskraft gibt. Zugang zu Reichtum hängt an den Rohstoffen und die Verfügung darüber wiederum an der Staatsmacht. Deshalb ist der Kampf um die Staatsmacht dort ein Kampf um die einzige sichere Einkommensquelle. Insbesondere wenn neue Rohstofflager entdeckt werden, brechen blutige Konflikte aus. Die Karriere dieser Staaten soll bei der Veranstaltung in ihren Prinzipien dargestellt und diskutiert werden.
In der aktuellen Flüchtlingsdebatte ist immer wieder die Rede davon, dass man Fluchtursachen bekämpfen müsse. Von der Regierung heißt es
dann: Bürgerkriege und absolutes Elend würden vermieden, wenn die Wirtschaft in Afrika sich entwickelt. Damit die Wirtschaft sich entwickeln kann, muss aber erstmal ein funktionierendes Staatswesen her und so werden Polizei und Militär vor Ort ausgebildet.
Die Gegenthese ist: Hauptgrund für das wirtschaftliche Elend ist die Einbindung der afrikanischen Staaten in den Weltmarkt, dessen Betreiber die afrikanischen Staaten auf die Rolle als „Rohstoffland“ und „Schuldenstaat“ festlegen und mit Maßnahmen wie Entwicklungshilfe und Ausbau der staatlichen Gewaltapparate betreuen. Der freie Westen zementiert (mittlerweile zusammen mit China, das sich in die freie Weltmarktordnung einfindet) die Abhängigkeit afrikanischer Länder vom westlichen Geschäft und sorgt für die andauernde elende Lage der Bevölkerung.

America First! Trumps Agenda in der Innen- und Außenpolitik Die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsident der USA löste eine weltweite Schockwelle aus. Sowohl in den USA selbst als auch weltweit war und ist man nicht besonders glücklich über diesen unerwarteten Wahlausgang.
Seitdem beherrscht Trumps Präsidentschaft die weltweite Berichterstattung wie kaum ein anderer Präsident vor ihm. Gleichzeitig ist oft davon die Rede, dass Trump noch gar keinen Plan für die meisten anstehenden politischen Entscheidungen habe, sei es für die versprochene
US-Steuer- oder Krankenversicherungsreform oder den Umgang mit China.
Statt ihn in seiner Strategie „America First!“ ernst zu nehmen, wird oft über seinen Geisteszustand und seine diplomatischen Ausfälle gerätselt.
In dem zweiteiligen Workshop wollen wir uns deshalb Trumps Agenda mal etwas genauer anschauen: Was sind seine politischen Ziele? In welchen Bereichen möchte er diese wie umsetzen? Was verspricht er dafür seinen Unterstützer*innen? Und unterscheidet er sich darin wirklich derart von der bisherigen US-Politik?
In je einem Slot wollen wir mit euch Trumps Außen- und Innenpolitik diskutieren und dabei einzelne Punkte seiner Agenda herausgreifen, u.a.
Handels- und globale Ordnungspolitik, Entwicklungshilfe, Einwanderungs- und Geschlechterpolitik sowie Trumps Kampf gegen das „big government“ (die angeprangerte Einmischung des Staates in wirtschaftliche und gesellschaftliche Lebensbereiche) und die Washingtoner Elite.

Konkurrenz und Wettbewerb. Von wegen unsichtbare Hand: wie der Kampf der Unternehmer ihr Personal ruiniert Wir wollen uns zunächst den Begriff Konkurrenz/Wettbewerb anschauen: Der steht prinzipiell im Widerspruch zu seinem guten Ruf, ein Mechanismus zum Besten für alle zu sein. Das wollen wir zunächst anhand allgemeiner Rechtfertigungen der „Wettbewerbsgesellschaft“ diskutieren. Dagegen wollen wir zeigen, dass nur Unternehmer aus der Konkurrenz ihren Nutzen
ziehen: Mit der Macht über den Produktionsprozess haben sie ein taugliches Mittel, ihr Vermögen zu vergrößern. Die Konkurrenz durch andere Unternehmer mag ihnen lästig sein, dient ihnen aber auch als Richtschnur und als Rechtfertigung für die Effektivierung des Produktionsprozesses in ihrer Firma.
Auf wessen Kosten sie dies tun, soll anschließend Thema sein: Die Lohnabhängigen konkurrieren untereinander mit ihrer Brauchbarkeit für die Unternehmer. Gestalten können sie diese Konkurrenz nicht, sie sind vom Urteil der Unternehmer abhängig. Und ihr einziges Mittel macht sie selbst fertig: möglichst billig und fleißig sein.

Scheitern. Über das schlechte Abschneiden in der bürgerlichen Konkurrenzgesellschaft und einer ziemlich schädlichen Erklärung.
Ein Meer an Chancen und Möglichkeiten – so wird einem diese Gesellschaft gern präsentiert. Die gängige Metapher: „Jeder ist seines Glückes Schmied!“ Für den Großteil dieser vermeintlichen „Glücksschmiede“ ist die gesellschaftliche Realität dann aber doch recht ernüchternd: Sie bekommen keine Lehrstelle oder keinen Studienplatz. Sie bekommen trotz Büffelei im Studium nur miserable Jobs. Sie arbeiten unter scheiß Bedingungen für scheiß wenig Geld. Viele haben nicht mal das und müssen sich von der ARGE drangsalieren lassen. Und so stellt sich für viele die Frage, woher das eigentlich kommt. Wenn die Welt doch voller Möglichkeiten ist, woran liegt es, dass ich nicht vom Fleck komme? Liegt es an mir? Bin ich unfähig? Zu blöd? Oder liegt es an anderen? Bin ich mal wieder beschissen worden? Haben die mich falsch beurteilt? Mal wieder nicht erkannt, was wirklich in mir steckt? Fragen von Scham, Selbstzweifel und Stolz liegen dann auf dem Tisch. Davor wollen wir warnen. Sie sind nicht nur inhaltlich falsch, sondern bringen einiges an Grausamkeiten gegen sich und andere mit sich.
Vielmehr wollen wir betonen, dass die Armut, Angst und Unsicherheit eines beachtlichen Teils der Bevölkerung notwendigerweise zu dieser Ökonomie gehört. Ob man Arbeit und Geld hat, hängt in dieser Gesellschaft von den Kalkulationen derjenigen ab, die arbeiten lassen.
Lässt sich mit der Arbeit kein Profit machen, findet sie nicht statt und die Leute landen auf der Straße. Übersetzt wird diese Abhängigkeit leider allzu oft in persönliches Versagen und Scheitern. Dagegen soll sich dieser Workshop richten: Gegen die falsche geistige Verarbeitung von schlechtem Abschneiden in der kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft.

Imperialismus und internationale Verträge
Imperialismus: darunter wird landläufig die Eroberung großer Teile der Welt verstanden, indem Staaten sich die Gebiete selber einverleiben oder aber Kolonien bilden. Diese Methode eine Weltmacht zu werden, ist Vergangenheit und so gäbe es heute keinen Imperialismus mehr.
In dem Workshop soll dargestellt werden, wie moderne kapitalistische Staaten versuchen, die ganze Welt für sich zu benutzen und unter ihre Kontrolle zu bringen. Sie erkennen die anderen Staaten als Souveräne an und gehen Verträge mit ihnen ein. Diese Verträge garantieren niemand anders als die Vertragspartner selbst, so dass die Verpflichtung der anderen Seite, die gewünschte Leistung zu bringen, zu einer extra Aufgabe wird.
Der zweiteilige Workshop ist ein Angebot, sich nochmal grundsätzlich mit internationalen Verträgen zwischen Staaten und internationalen Verträgen zwischen Unternehmen zu beschäftigen. Die Vorlage im Reader besteht aus knappen Urteilen und Thesen, die im WS anhand von Beispielen erläutert und diskutiert werden sollen.

Imperialismus – Transport, Export, Import, Freihandel, Kapitaltransfer Die Staaten sind die politischen Subjekte des Weltmarkts und haben mit dem Standpunkt der Steigerung des nationalen Reichtums ein Ziel, das nicht mit den Strategien einzelner Kapitale oder Branchen zusammenfallen muss. Wie auch im Inneren der Gesellschaft überlässt der Staat aber auch auf dem Weltmarkt den Kapitalen die ökonomische Aktivität, die den in Geld bemessenen Reichtum fortwährend steigern soll. Damit dem Kapital das gelingt, stellt der Staat die Bedingungen ihrer internationalen ökonomischen Aktionen bereit: Der bürgerliche Staat geht Verträge mit anderen Staaten ein, damit sein nationales Kapital die Reichtümer der Welt benutzen kann und daran wachsen kann. Er organisiert oder subventioniert die internationale Kommunikation und den Transport. Über Zollpolitik und Freihandelsabkommen sucht er nach Wegen, wie er sowohl sein nationales aber auch auswärtiges Kapital für die Steigerung des nationalen Reichtums einspannen kann.
Dass die kapitalistische internationale Arbeitsteilung nicht allen Nationen Vorteile bringt, ist eigentlich offensichtlich. Trotzdem herrscht die Vorstellung von einem Vorteil für alle Staaten vor, das wollen wir noch einmal genauer diskutieren. Dass die Lohnarbeitenden aller Staaten – sowohl der Weltwirtschaftsmächte als auch der Verliererstaaten – dabei nichts zu Lachen haben und was sie jeweils auszuhalten haben, soll ebenfalls besprochen werden.
Der Workshop ist zweiteilig und ist die Fortführung des Workshops zu „Imperialismus und internationale Verträge“. Es ist hilfreich im ersten Workshop dabei zu sein, aber keine Bedingung.


Begriffschaos: Nicht alles, was brennt, ist Anarchie

90 Prozent der Politik besteht aus Wortgefummel. Nach dem G20-Elend hoch im Kurs: das Rumgeschmeiße mit dem Anarchie-Begriff. Keine gute Idee.

Eine Kolumne bei Spiegel online von Margarete Stokowski

Eine unaufgeregte Begriffsauseinandersetzung in diesen politsch aufgeregten Zeiten.

Hier geht es zum Artikel: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/g20-gipfel-in-hamburg-nicht-alles-was-brennt-ist-anarchie-kolumne-stokowski-a-1157120.html

Graffiti in Hamburg


Einweihung des Gustav Landauer-Denkmals in München

Am 29. Juni 2017 fand auf dem Alten Teil des Münchner Waldfriedhofs, Gräberfeld 95, die feierliche Errichtung eines Gedenksteins für den libertären Kulturphilosophen und Initiator zahlreicher anarchistischer Projekte Gustav Landauer (geb. 7. April 1870 in Karlsruhe, ermordet am 2. Mai 1919 in München-Stadelheim) statt. Der Jahrestag seiner brutalen Ermordung jährt sich 2019 zum 100. Mal.

Nähere Infos: http://www.hagalil.com/2017/07/landauer-denkmal/#more-47148

Wer sich näher über Gustav Landauer und seine Wirken informieren will, findet in der unten aufgeführten Buchreihe genügend Material:

GUSTAV LANDAUER, AUSGEWÄHLTE SCHRIFTEN
        Herausgegeben von Dr. Siegbert Wolf. Illustrationen von Uwe Rausch

Gustav Landauer, Die Revolution. Textkritische Ausgabe des Erstdrucks. Herausgegeben und mit einer Einleitung, Zeittafel und einem Namensregister versehen von Siegbert Wolf. Mit Illustrationen von Uwe Rausch. Ausgewählte Schriften, Band 13, Verlag Edition AV: Lich/Hessen 2016. ISBN: 978-3-86841-168-3, 220 S., 18.- €.

Die „Ausgewählten Schriften“ Gustav Landauers (1870-1919) behandeln seinen  kommunitären Anarchismus, seinen Antimilitarismus, sein Engagement in der Revolution 1918/19, seine Philosophie, sein Judentum und sein literarischen Schaffen. Gustav Landauer war eng mit dem Sozialphilosophen Martin Buber und dem Dichter Erich Mühsam befreundet.
Erstmals wird das Werk des libertären Kulturphilosophen und Initiators bedeutender libertärer Projekte wie „Der Sozialist“ und der „Sozialistische Bund“ in zahlreichen Bänden umfassend vorgestellt.
Eine jedem Band beigefügte biographisch-chronologische Zeittafel, ein Überblick über Landauers Schrifttum sowie ausgewählte Sekundärliteratur ermöglichen den ersten raschen Einstieg.

Bereits erschienen:
Band 1: Internationalismus. (ISBN 978-3-936049-96-1). Lich/Hessen 2008, 342 Seiten, mit zahlreichen Illustrationen, 18.- €.
Band 2: Anarchismus. (ISBN 978-3-86841-012-9). Lich/Hessen 2009, 403 Seiten, mit zahlreichen Illustrationen, 18.- €.
Band 3.1: Antipolitik. (ISBN 978-3-86841-031-0). Lich/Hessen 2010. 419 Seiten, mit zahlreichen Illustrationen, 18.- €.
Band 3.2: Antipolitik. (ISBN 978-3-86841-036-5). Lich/Hessen 2010. 277 Seiten, mit zahlreichen Illustrationen, 18.- €.
Band 4: Nation, Krieg und Revolution. (ISBN 978-3-86841-046-4). Lich/Hessen 2011, 395 Seiten, mit zahlreichen Illustrationen. 18.- €.
Band 5: Philosophie und Judentum. (ISBN 978-3-86841-068-6). Lich/Hessen 2012, 450 Seiten, 22.- €.
Band 6.1: Literatur. (ISBN 978-3-86841-090-7). Lich/Hessen 2013, 370 Seiten, 18.- €.
Band 6.2: Literatur. (ISBN 978-3-86841-091-4). Lich/Hessen 2013, 390 Seiten, 18.- €.
Band 7: Skepsis und Mystik. Versuche im Anschluss an Mauthners Sprachkritik. Textkritische Ausgabe. (ISBN 978-3-86841-059-4). Lich/Hessen 2011, 256 Seiten, 18.- €.
Band 8: Wortartist. Roman, Novelle, Drama, Gedicht, Satire, Märchen, Übersetzung. (ISBN 978-3-86841-101-0). Lich/Hessen 2014, 417 Seiten, 18- €.
Band 9: Birgit Seemann, „Mit den Besiegten“ Hedwig Lachmann (1865-1918) - Deutsch-jüdische Schriftstellerin und Antimilitaristin. Überarbeitete u. aktualisierte Neuauflage. (ISBN 978-3-86841-073-0). Lich/Hessen 2012, 175 Seiten, 16.- €.
Band 10: Tilman Leder, Die Politik eines „Antipolitikers“. Eine politische Biographie Gustav Landauers. (ISBN 978-3-86841-098-3). Lich/Hessen 2014, 2 Bde. 896 S., 49,90 €.
Band 11: Aufruf zum Sozialismus. Ein Vortrag. Textkritische Ausgabe des Erstdrucks. (ISBN 978-3-86841-133-1). Lich/Hessen 2015, 201 S., 18.- €.
Band 12: Friedrich Hölderlin in seinen Gedichten. (ISBN 978-3-86841-152-2). Lich/Hessen 2016, 159 S., 18.- €.

Kontakt: editionav@gmx.net oder beim Herausgeber: SiegbertWolf@web.de


Reggio Emilia, ItaliA, 21. - 23. Spetember 2017

Die Erste Internationale Konferenz über Anarchistische Geografien und Geograf*inn*en bei Italiens Reggio Emilia nahe Modena stellt schon bislang ein beeindruckendes Programm und eine illustre Schar an Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt auf die Beine, darunter auch drei deutschsprachige aus Köln, Münster und Basel.

Die Themen sind breit gestreut und gehen von bspw. Hausbesetzen über Staatsmachtkritik, Antifaschismus, Föderalismus, Entterritorialisierung, Urban Gardening, Kropotkins antistaatliche Geografievorstellungen, "horizontale Stadt", Streiks und Kämpfe an der Basis, Nahrungsmittel-Autonomie, alternative Ökonomie-Modelle, Gentrifizierung & Alter, anarchafeministische Geografie, Flüchtlingsbewegungen, Psychogeographie bis zu Dekolonisierung und anderem mehr. Die Konferenz verspricht eine hohe Qualität und auf Diskussionen und Ergebnisse darf mensch wirklich gespannt sein!

https://icagg.org/wp/it/practical-information-and-conference-fees/

https://icagg.org/wp/it/   [Call for Papers]

https://icagg.org/wp/it/provisional-programme/   [Provisional Programme]


Libertärer Podcast – Julirückblick 2017

Ein ernster und satirischer Blick auf Ereignisse des letzten Monats aus libertärer Perspektive. Vom Anarchistischen Radio Berlin.

Den zugehörigen Audiobeitrag könnt ihr ab sofort hier herunterladen: archive.org (mp3 | ogg).

Hier könnt ihr ihn direkt anhören:

Unsere dieses Mal 60-minütige Sendung blickt auf folgende Themen aus dem Vormonat zurück:

Radikale News in aller Kürze
** Gesammelte News zum Juli 2017
** Tasos und Irianna
** Polizei-Hacks
** Gesichtserkennung am Berliner Südkreuz
** G20 beim Lauschpod
** G20 beim Anarchistischen Hörfunk aus Dresden
** Audiosammlung zu G20
Fokusthema: Die anarchistische Perspektive in Brasilien
** Website von Faccao Ficticia
** Hintergrund-Artikel bei CrimethInc
Los geht’s: Camp politischer Kommunen 2017
** Website des „Los geht’s“-Camps
** Website des Kommuja-Netzwerks
Wo herrscht Anarchie
** Artikel im Missy Magazine
** Artikel im Spiegel
Alltagssolidarität (3)
Linktipp: Burn the American plantation
** Website von Revolutionay Abolition
** Blog von „The Final Straw“

Musik:
Flora bleibt – Johnny Mauser (Video auf vimeo)


Pressemitteilung

IV. Anarchistische Buchmesse in Mannheim

Vom 21. bis 23. April fand zum vierten Mal die Anarchistische Buchmesse Mannheim im Jugendkulturzentrum Forum statt. Auf rund 250 m² boten verschiedene Verlage, Buchhändler und Antiquariate Publikationen rund um die anarchistische Bewegung dar. Das Rahmenprogramm offerierte dem Publikum über zwanzig Buchvorstellungen und Diskussionen. Neben den Buchmessen in Biel und Wien handelt es sich bei der Buchmesse in Mannheim um die einzige derartige Veranstaltung mit explizit anarchistischem Bezug im deutschsprachigen Raum.

„Seit dem Beginn 2011 wächst die Messe beständig. Im Vergleich zu 2015 konnten wir einen weiteren deutlichen Publikumszulauf in diesem Jahr feststellen. Anarchistische Theorie und Praxis befinden sich seit einigen Jahren im Aufwind. Libertäre Literatur und Informationen, gemeinsamer Austausch und Diskussionen wie zum Beispiel auf unserer Buchmesse spielen dabei eine große Rolle“, betont die Anarchistische Gruppe Mannheim (AGM).

Die AGM organisiert alle zwei Jahre eine anarchistische Buchmesse. Themenschwerpunkte wie die Digitalisierung der Gesellschaft, soziale Kämpfe im internationalen Kontext und libertäre Literatur bestimmten das diesjährige Programm.

So berichtete etwa Simon Schaupp über die Folgen der Digitalisierung und stellte sein Buch "Digitale Selbstüberwachung. Self-Tracking im kybernetischen Kapitalismus" vor. Zur Eröffnung der Buchmesse wurde das Theaterstück „Illegale Helfer“ nach dem Konzept des Teatro Occupato aufgeführt. In einer fesselnden Präsentation berichtete der Arzt Dr. Michael Wilk vor einem vollen Saal über seine Erlebnisse zu Kriegsfolgen und Selbstverwaltung in Rojava (Westkurdistan). Aber auch regionale Netzwerke stellten sich vor, wie das Anarchistische Netzwerk Südwest.

Zahlreiche libertäre und anarchistische Publikationen erschienen in jüngster Zeit auch in deutscher Sprache. Vielerorts gründeten sich anarchistische Gruppen, die sich teilweise, wie auch die AGM, in der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) organisieren.

Die Zeitschrift "Gaidao" der anarchistischen Föderation veröffentlichte zur Mannheimer Buchmesse eine Sondernummer mit dem ausführlichen Begleitprogramm der Buchmesse.

Die Anarchistische Buchmesse konnte darüber hinaus weitere Medienpartner gewinnen. Die AGM bedankt sich besonders bei der "Graswurzelrevolution", der "Contraste", den "BeobachterNews", der "Le monde diplomatique" und anderen für die Unterstützung der Werbung für die Buchmesse.

Unser besonderer Dank gilt den Veranstaltungsorten Jugendkulturzentrum FORUM und dem Jugendzentrum in Selbstverwaltung "Friedrich Dürr" für die gute Kooperation und solidarische Unterstützung.

Die sehr positiven Rückmeldungen des Publikums, der Verlage und Ausstellenden sowie der Referierenden ermutigt die AGM im Frühjahr 2019 die fünfte Anarchistische Buchmesse Mannheim zu veranstalten.

23. April 2017
Anarchistische Gruppe Mannheim

www.anarchie-mannheim.de, info@anarchie-mannheim.de


„Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.“

Anarchistische Parteinahmen

Zur Geschichte und Perspektive anarchistischer Parteien

ein A-Laden-im-Exil-Impulsvortrag zur Diskussion von R@lf G. Landmesser 2016 im Baiz/Berlin

Hier der Link: http://uepd.de/wordpress/de/2015/09/14/anarchistische-parteinahmen/


Spendenaufruf für einen gut finanzierten Anarchismus ;-)

Den gelungenen Aprilscherz aus dem A-Laden Berlin (angebliche Großspende für den A-Laden) wollen wir zum Anlass nehmen, auf die finanzielle Misere des A-Ladens aber auch vieler anderer anarchistischen Projekte hinzuweisen. Aktives Engagement ist gut und wichtig. Aber "passives" Enagement in Form von finanziellen Zuwendungen - vor allem regelmäßig - ist ebenso wichtig. Ihr müsst nur einmal aktiv werden und einen Dauerauftrag einrichten. Als Richtschnur für einen monatlichen Beitrag sollten mindestens ein Prozent eures verfügbaren Nettoeinkommens gelten. Nach oben gibt es selbstverständlich keine Grenzen. Durch die Kollektivität kleiner regelmäßiger Spenden können auch ganz große Dinge entstehen. Eine Faustregel könnte sein, dass ihr Läden, Projekte, Gruppen in eurer Stadt bzw. Region unterstützt. Auf geht's - gebt euch einen Ruck, falls ihr nicht sowieso schon regelmäßig spendet.

Auf unserer Homepage findet ihr z. B. unter A- Links viele Gruppen und Projekte, die ihr unterstützen könnt.

Wer zu faul zum Suchen ist und gleich für ein konkretes Projekt loslegen will:
Daueraufträge für den A-Laden Berlin können auf folgendes Konto eingerichtet werden:
Freunde der direkten Aktion (FddA), Konto-Nr.: 489 767 107, BLZ: 100 100 10, Postbank Berlin, IBAN: DE93 1001 0010 0489 7671 07, BIC (SWIFT): PBNKDEFF

Kuba: Fundraising-Kampagne für ein Libertäres Soziales Zentrum mit Bibliothek

https://www.gofundme.com/gg2wrcac - Jeder noch so kleine Betrag hilft!

Nach vielen Jahren öffnen sich die Grenzen und mit den Veränderungen in Kuba ergeben sich neue Möglichkeiten und Gefahren für die kubanische Gesellschaft. Es ist daher unabdinglich, die Arbeit derer zu stärken, die von Kuba aus einen kritischen, antikapitalistischen und antiautoritären Blick auf ein System haben, dessen Auswirkungen sich jeden Tag mit zunehmender Deutlichkeit im nationalen Geschehen zeigen.

Nach mehr als einem Jahrzehnt der sozialen und politischen Aktivitäten im Observatorio Crítico Cubano und fünf Jahren als Teil der anarchistischen Gruppe Taller Libertario Alfredo Lopez (TLAL) haben wir erkannt, dass eines der Hauptprobleme für unsere Arbeit und die Ausweitung unserer sozialen Kämpfe das Fehlen eines festen Ortes ist, von dem aus wir unsere Community entwickeln und unsere Identität stärker und nachhaltiger ausprägen können.

Wer sind wir?
TLAL ist ein dezidiert anarchistisches Kollektiv mit einer konstanten, jahrelangen Aktivität. Dabei waren wir bestrebt, unsere Ansätze zu radikalisieren und gleichzeitig tief in der kubanischen Gesellschaft und ihren Communities verwurzelt zu bleiben. In kurzer Zeit ist es uns gelungen, das Libertäre Frühlingstreffen in Havanna (Jornadas Primavera Libertaria) als jährliches Ereignis zu etablieren, bei dem wir versuchen anarchistische oder libertäre Aktionen und Diskussionen zusammenzuführen. Darüber hinaus sind wir Herausgeber*innen einer bescheidenen gedruckten erscheinenden Zeitschrift „Tierra Nueva!“, mit der wir – nicht ohne Schwierigkeiten – versuchen, unsere kritischen Sichtweisen der normalen Bevölkerung näherzubringen, die kein Internet hat und den Großteil der kubanischen Gesellschaft ausmacht. Außerdem sind wie bestrebt, die freiheitlichen, anarch@-syndikalistischen und ökologischen Ideale voranzubringen, die in der Geschichte dieses Landes bereits vor dem Sieg der Revolution 1959 präsent waren und deren Auswirkungen noch heute aus kleinen versteckten Ritzen des aktuellen kubanischen Systems dringen.

Eines der größten Projekte, die wir derzeit vorantreiben, ist die im März 2015 gemeinsam mit anderen Genoss*innen der Region gegründete Anarchistischen Föderation in Mittelamerika und der Karibik (F.A.C.C.), ein Netzwerk, das noch sehr viel Potential verspricht.

Um das Tempo der Projekte und Aktionen beizubehalten, benötigen wir einen physischen Raum – um zusammenkommen und uns in praktischer Solidarität zu üben, um die Ideen des Kooperativismus, der Horizontalität, der Selbstorganisation und der Autonomie zu erproben.

Was suchen wir?
Angesichts der praktischen Unmöglichkeit, in Kuba einen Raum anzumieten, ist unser Vorschlag der Kauf einer Immobilie, in Form eines Hauses oder einer Wohnung, um dort unser Libertäres Soziales Zentrum und Bibliothek gründen zu können. Der Ort soll nicht nur als ständiger Sitz der anarchistischen Gruppe Taller Libertario Alfredo Lopez (TLAL) für Treffen und andere Aktivitäten zur Verfügung stehen, sondern auch eine libertäre Bibliothek beherbergen. Diese wird sich aus den jahrelang angesammelten Materialen zusammensetzen: inlöndische und ausländische Schenkungen sowie selbst erworbenes Material. Dazu gehören unterschiedlichste digitale und Printformate: periodische oder einmalige Erscheinungen, digital oder analog, CDs, DVDs, Filme, Audios usw. Vorzug bekommen die Materialien, die sich direkt oder indirekt auf den Anarchismus beziehen, jedoch werden auch jene Materialien, die sich aus jedweder politischen Perspektive den sozialen Kämpfen in der Geschichte widmen, ebenfalls präsent sein.

Andererseits werden auch die für ein soziales Zentrum typischen Aktivitäten stattfinden; Vorträge, Events, Treffen, Küche für alle, Präsentation von Texten, Partys, Filmbesprechungen, Austausch mit ausländischen oder inländischen Besucher*innen aus anderen Provinzen, Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Werkstätten und vieles mehr.

Wie viel benötigen wir?
Für den Kauf benötigen wir 12.000 Euro. Bei unseren letzten Reisen nach Frankreich und Spanien kamen dank der Solidarität unserer Genoss*innen mehr als 1.000 Euro zusammen. Darum bitten wir euch bei diesem Crowdfunding-Projekt um einen Gesamtbetrag von 11.000 Euro.

Warum fragen wir?
Weil wir keine Fördergelder von Staaten, Regierungen oder NGOs bekommen. Das möchten wir auch gar nicht, um unsere völlige Unabhängigkeit zu sichern und uns nicht irgendwelchen politischen Programmen unterordnen zu müssen. Manchmal bekommen wir Spenden von Gruppen oder Einzelpersonen, die unsere Prinzipien selbstlos und ohne Vorbedingungen unterstützen. Unsere Praxis erzeugt auch keinerlei Profit, eher im Gegenteil. Es sollte auch klar sein, dass mit dem Durchschnittsverdienst in Kuba (20 $ im Monat) nicht die hohen Kosten einer Unterkunft gedeckt werden können. Zumindest nicht mit ehrlicher Arbeit, bei der niemand ausgebeutet wird.

Wer wird vom sozialen Zentrum und der Bibliothek profitieren?
Erstmal alle, die Mitglieder der TLAL sind und unbezahlt in den Räumen arbeiten. Das schließt auch die Leute ein, die dort tatsächlich leben werden und das Gebäude betreuen. Jenseits von TLAL wird es die uns umgebende Community sein, da wir vorhaben, Bindungen mit der Nachbarschaft einzugehen und unseren Raum zur Verfügung zu stellen. Für uns würde ein solches Projekt keinen Sinn ergeben, wenn es losgelöst wäre von den Nöten und Personen, die es umgeben.

Die Projekte des Observatorio Crítico, in dem wir weiter aktiv bleiben werden, sollen ebenfalls die Büros nutzen können, um auf diese Weise ihre Aktivitäten weiter ausbauen zu können. Darüber hinaus werden kubanische und internationale Studierende und Forscher*innen in der Bibliothek einzigartige und kostbare Informationsquellen finden.

Und selbstverständlich werden auch alle libertären und antikapitalistischen Besucher*innen im sozialen Zentrum aufgenommen werden, ebenso wie andere Personen, die unserer Solidarität bedürfen.

Was bekommen die Spender*innen zurück?
Wir haben nicht viel Material, das wir im Gegenzug zurückgeben können, nur unsere Dankbarkeit und gute Stimmung. Natürlich haben alle Spender*innen Platz in unserem Zentrum in Kuba und Zugriff auf alle Annehmlichkeiten desselben.

Darüber hinaus würden wir, wenn ihr einverstanden seid, eure E-Mail-Adressen in unseren Mail-Verteiler aufnehmen, damit ihr regelmäßig die kubanische libertäre Zeitung „Tierra Nueva!“ erhaltet.

Für diejenigen, die ihre Namen veröffentlicht sehen wollen, haben wir eine Unterstützerliste auf unserer Webseite, wo diejenigen aufgeführt sind, die uns geholfen haben, unser Projekt zu realisieren. Alle, die beigetragen haben, werden wir einen ausführlichen Bericht zukommen lassen, wo wir beschreiben, in welcher Weise die Gelder genutzt wurden.

Eure Mithilfe ist entscheidend, wenn wir antikapitalistische und libertäre Ideen in Kuba und der Karibik voranbringen wollen!

Fundraising-Seite: http://www.gofundme.com/gg2wrcac


Neuerscheinungen im AV-Verlag

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Kischinew - Das Pogrom 1903
herausgegeben von Andreas W. Hohmann und Jürgen Mümken
ISBN 978-3-86841-123-2
246 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/kischinew.html

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Ernest Nybørg
Lena Halberg - New York '01

Thriller
ISBN 978-3-86841-128-7
310 Seiten
14,50 €
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Valentin Tschepego (Hrsg.)
MACHNO. Zeugnisse einer Bewegung
Band 2: Aus Machnos Feder
ISBN 978-3-86841-159-1
138 Seiten
12 €
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Renate Sattler
Risse im Gesicht
Roman
ISBN 978-3-86841-157-7
211 Seiten
16 €
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Gustav Landauer
Friedrich Hölderlin in seinen Gedichten
Hrsg., kommentiert, mit einer Einleitung sowie einem Register versehen von Siegbert Wolf. Illustrationen von Uwe Rausch.
ISBN 978-3-86841-152-2
159 Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/landauer12.html

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Mathias Mendyka
Libertäre Schulkritik und anarchistische Pädagogik

ISBN 978-3-86841-155-3
123 Seiten
14 €
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Hans Jürgen Degen
Anarchismus in Deutschland 1945 - 1960
Die Föderation Freiheitlicher Sozialisten
ISBN 978-3-86841-115-9
523 Seiten
24,50 €
http://www.edition-av.de/buecher/degen-ffs.html

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Ne znam - Zeitschrift für Anarchismusforschung
Nummer 2 | Herbst 2015

Herausgeber von Philippe Kellermann
ISBN 978-3-86841-153-9
146 Seiten
12 €
http://www.edition-av.de/buecher/ne_znam_2.html

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Paul Le Goupil
Résistance und Todesmarsch

Ein Franzose in Buchenwald, Halberstadt und Langenstein
Übersetzt und bearbeitet von Pierre Dietz
ISBN 978-3-86841-137-9
424 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/lepoupil.html

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Syfo- Forschung & Bewegung
Mitteilungen des Instituts für Syndikalismusforschung - Nr. 5 - 2015

ISSN 2192-6980
ISBN 978-3-86841-138-6
121 Seiten
10 Euro
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Werner Abel & Enrico Hilbert
„Sie werden nicht durchkommen“
Deutsche an der Seite der Spanischen Republik und der sozialen Revolution
unter Mitarbeit von Harald Wittstock, Friedrich Villis und Dieter Nelles
ISBN 978-3-86841-112-6
570 S.
45 €
http://www.edition-av.de/buecher/sie_werden_nicht_durchkommen_1.html

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Helge Döhring (Hg.)
Fritz Oerter: Texte gegen Krieg und Reaktion
Reihe: Kapital braucht Kriege - Wir nicht! AnarchistInnen und SyndikalistInnen im I. Weltkrieg.
Band 4
ISBN 978-3-86841-116-4
174 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/doering_oertner.html

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Martin Veith
Militant!
Stefan Gheorghiu und die revolutionäre Arbeiterbewegung Rumäniens
ISBN 978-3-86841-134-8
296 Seiten
19,90 €
http://www.edition-av.de/buecher/militant.html
 

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Günter Rückert
Das Karbidkommando
Edelweißpiraten gegen Miesmolche
Herausgegeben von Heiko Koch
 
ISBN 978-3-86841-142-3
64 Seiten
14 €
http://www.edition-av.de/buecher/edelweisspiraten.html

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Ruth Weiss
WEGE IM HARTEN GRAS
Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England
Mit einem Nachwort von Nadine Gordimer
ISBN 978-3-86841-162-1
306Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/ruth_weiss-biographie.html

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Oskar Kanehl
„Kein Mensch hat das Recht, für Ruhe und Ordnung zu sorgen“
Herausgegeben und eingeleitet von Wolfgang Haug
ISBN 978-3-86841-146-1
400Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/kanehl.html

http://www.edition-av.de/images/anarchismus_und_geschlechterverhaeltnisse_1.jpg

Anarchismus und Geschlechterverhältnisse
Band 1
Herausgegeben von Philippe Kellermann
ISBN 978-3-86841-139-3
206 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/anarchismus_und_geschlechterverhaeltnisse_1.html

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Lutz Finkeldey
Im Kino der Gesellschaft
Eine soziologische Skizze zwischen Wirklichkeit und Wahrheit 
ISBN 978-3-86841-154-6
337 Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/finkeldey_kino.html

http://www.edition-av.de/images/ne_znam_3.jpg

Ne znam - Zeitschrift für Anarchismusforschung
Nummer 3 | Frühjahr 2016
Herausgeben von Philippe Kellermann
ISBN 978-3-86841-161-4
178 Seiten
12 €
http://www.edition-av.de/buecher/ne_znam_3.html

Werner Abel, Enrico Hilbert & Harald Wittstock
„Sie werden nicht durchkommen“
Deutsche an der Seite der Spanischen Republik und der sozialen Revolution.
Band 2: Bilder und Materialien

ISBN 978-3-86841-113-3
330 S.
24,50 €

http://www.edition-av.de/buecher/sie_werden_nicht_durchkommen_2.html

David H.T. Wong:
Flucht zum Goldenen Berg
Comic

ISBN 978-3-86841-144-7
243 Seiten
19,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/wong.html

Miriam Magall
Kindheit in Ägypten
Roman

ISBN 978-3-86841-111-9
340 Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/magall-kindheit_in_aegypten.html

Sulamith Sparre
La Liberté  - die Freiheit ist eine Frau
Der Kampf der Frauen um ihre Bürger- und Menschenrechte in der Französischen Revolution

ISBN 978-3-86841-163-8
500 Seiten
24,50 €

http://www.edition-av.de/buecher/sparre-la_liberte.html

Sarah Endsee
Der Tag dazwischen
Kriminalroman

ISBN978-3-86841148-5
352 Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/der_tag_dazwischen.html

Günter Rückert
Das Karbidkommando
Edelweißpiraten gegen Miesmolche
Comic

ISBN 978-3-86841-142-3
64 Seiten
14 €

http://www.edition-av.de/buecher/edelweisspiraten.html

Oskar Kanehl
„Kein Mensch hat das Recht, für Ruhe und Ordnung zu sorgen“
Herausgegeben und eingeleitet von Wolfgang Haug

ISBN 978-3-86841-146-1
400Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/kanehl.html

Ruth Weiss
ZIMBABWES DIKTATOR

Die Perle, die den Glanz verlor

ISBN 978-3-86841-175-1
156 Seiten
14,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/weiss-simbabwe.html

Andreas Losch, Thomas Reichert und Johannes Waßmer (Hrsg.)
»Alles in der Schrift ist echte Gesprochenheit«

Martin Buber und die Verdeutschung der Schrift
Martin Buber-Studien 2

ISBN 978-3-86841-117-1
294 Seiten
19,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/buber-studien_2.html

Steckbriefe
gegen Eisner, Kurt und Genossen wegen Landesverrates
Ein Lesebuch über Münchner Revolutionärinnen und Revolutionäre im Januar 1918
herausgegeben von Cornelia Naumann und Günther Gerstenberg

ISBN 978-3-86841-173-7
310 Seiten
24,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/steckbriefe.html

Ernest Nybørg
Lena Halberg - London '05
Thriller
Der dritte Teil der Trilogie über die Verflechtungen von Politik, Geheimdiensten und Rüstungsindustrie
ISBN 978-3-86841-123-0
314 Seiten
14,50 €

http://www.edition-av.de/buecher/nyborg-3-london05.html

Gustav Landauer
Die Revolution
Textkritische Ausgabe der Erstauflage
Hrsg., kommentiert, mit einer Einleitung sowie einem Register versehen von Siegbert Wolf. Illustrationen von Uwe Rausch.
ISBN 978-3-86841-168-3
192 Seiten
18 €
http://www.edition-av.de/buecher/landauer13.html

Ruth Weiss
Die Löws
Der Aufstieg
Eine jüdische Familiensaga in Deutschland - Band 3

Roman
ISBN 978-3-86841-169-0
247 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/weiss-die_loews_3.html

Augustin Souchy
Die tragische Woche im Mai 1937
eingeleitet und herausgegeben von Wolfgang Haug
ISBN 978-3-86841-164-5
169 Seiten
16 €
http://www.edition-av.de/buecher/souchy-mai_1937.html


Anfang November 2015 startete die offizielle dna merch Crowdfunding-Kampagne! dna merch handelt mit bedruckten T-Shirts aus indischer Biobaumwolle, die in Kroatien von einer selbst-organisierten Arbeiterinnen-Kooperative genäht werden!

Von jedem verkauften T-Shirt geht ein Euro an das ExChains-Netzwerk von tie. Dieses internationale Gewerkschaftsnetzwerk bringt seit mehr als 10 Jahren Beschäftigte der Bekleidungsindustrie, von VerkäuferInnen im Einzelhandel bis zu den NäherInnen in Asien, zusammen.

Werdet Teil eines grenzüberschreitenden Projekts und unterstützt mit limitierten T-Shirts ArbeiterInnen in Kroatien und Südasien! Bitte unterstützt diese Crowdfunding-Kampage zahlreich und teilt diese Nachricht breit in euren Netzwerken!

Hier geht es zur Crowdfunding-Website und hier zu dna merch auf Facebook.


Fernseh-Interview mit David Graeber zu Anarchismus, Schulden, Geld und der Idee des bedingungslosen Grundeinkommen
http://www.grundeinkommen.ch/srf-sternstunde-philosophie-mit-david-graeber/

David Graeber ist Professor für Anthropologie in England. Er hat ein sensationelles Buch geschrieben zur Geschichte von Schulden. Graeber zeigt darin auf, dass seit der Erfindung des Kredits (und damit des Geldes) vor 5000 Jahren das Versprechen auf Rückzahlung die Menschen in die Sklaverei treibt. Und er zeigt auf, dass das Mittel eines Schulderlass oder Schuldenschnittes in der Geschichte immer wieder praktiziert wurde und auch heute eine relevates und vielleicht notwendiges Mittel sein könnte zum Ausstieg aus der weltweiten Schuldenkrise.


Hier ein Aufruf von des Internet-Providers FREE!: Das FREE! Projekt benötigt mehr Nutzer und Nutzerinnen, um die Finanzierung zu sichern.

Leider hat ein bisher sehr großzügiger Nutzer des FREE!-Projekts für uns vollkommen überraschend die Zusammenarbeit beendet. Und noch ein weiteres großes Projekt hat die in Anspruch genommenen Dienste stark reduziert. Dadurch fehlen uns monatlich rund 1000 Euro zur Finanzierung des Betriebs. Du kannst Freunde, Verwandte oder Kollegen mit gmail, web.de, gmx usw. Adressen fragen ob sie nicht lieber ein FREE!-Postfach nutzen möchten. Anstatt mit den persönlichen Daten zu bezahlen, ist zwar ein kleiner Unkostenbeitrag erforderlich, aber dafür gibt es bei FREE! keine Abhörschnittstelle und die Server werden mit Ökostrom betrieben.
Was ist FREE? Das FREE! Projekt wurde Anfang 1991 vom gemeinnützigen Verein Wissenschaftsladen Dortmund e.V. ins Leben gerufen. Ziel war und ist die Nutzung neuer Formen elektronischer Kommunikation zur Förderung eines freien und unzensierten Informationsaustauschs für interessierte Individuen und Gruppen.

Alles weitere Wissenswerte über das FREE! Projekt gibt es unter   http://www.free.de/about/


Urkommunismus: Utopie - das Erbe einer fer nen Vergangenheit - Entstehung und Entfaltung einer egalitären Gesellschaft von Bernhard Brosius

Nach der Verbrennung der sozialistischen Utopie im Stalinismus hat die Entdeckung jener Gesellschaft (der von Catal Hüyük in der heutigen Türkei) eine besondere Bedeutung erhalten. Sie ermöglicht es, empirische Erfahrungen zu sammeln und gibt ein Beispiel für die Beziehungen zwischen kommunistischen Produktionsverhältnissen und den gesellschaftlichen Verhältnissen - und zwar bei einer Gesellschaft, die nicht 80 Jahre bestand, sondern 3.000 Jahre (ab 7200 v. Chr). Dass eine Entwicklung wie die beschriebene in der Steinzeit möglich war, bestätigt einmal mehr, dass nicht der technische Standard, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse über die Lebensqualität und den Gesellschaftscharakter entscheiden. Und was wäre heute möglich - auf dem heutigen Stand unserer technischen Entwicklung -, wenn wir endlich vernünftige gesellschaftliche Verhältnisse hätten...


n-tv-Interview mit Dr. Heide Göttner-Abendroth, der Begründerin der modernen Matriarchatsforschung: Wie lebt es sich im Matriarchat? "Frauenherrschaft? Das ist Unfug!"

Der Kabarettist Volker Pispers erklärt den Kapitalismus - sehenswert!

Marc-Uwe Kling: Wer hat uns verraten? - Ein Song über die SPD.


Anarchie ist Freiheit und Freude am Leben

Die Anarchie ist eine Quelle von Kreativität. Vom gesellschaftlichen Druck befreit, beginnen die Menschen ganz spontan zu erfinden, nach Schönheit und Intelligenz zu suchen, miteinander zu kommunizieren. In guter Erde können sogar die kleinsten Sachen zu großen Bäumen heranwachsen, die reiche Früchte tragen.
Revolutionsregel Nr. 54, in: Bernard Werber "Revolution der Ameisen", Dritter Band der Trilogie, Heyne-Verlag, 1998, S. 386


Was ist eigentlich Anarchie? - Ein immer noch und immer wieder aktueller Redebeitrag


„Ich bin nicht der Eigentümer des Anarchismus. Ich glaube nicht an Eigentum an Ideen. Der Anarchismus existierte vor mir, wie er nach mir existieren wird. Ich kann ihn nur für mich selbst interpretieren.“
Benjamin R. Tucker (in: „Liberty“, XI vom 30.11.1895, S. 3)


 
Umwelt und Klimaschutz mit Tempolimit

Vergleich von echtem Ökostrom


„Man wäre kein wahrer Anarchist, wenn man auf Grundsätzen beharren würde.“
Eva Demsik (in: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9159225.html)