Zweierreihen

beniro e. v. (hrsg):
'tanz nicht aus der reihe'
die zweierreihe
in den blick genommen von robert hamm mit hilfe der werkzeugkiste des michel foucault

broschüre: 44 seiten, 6 dm, selbstverlag, langen/hessen 1999
anares buchversand, postfach 1247, 31305 uetze, tel/fax 05173 - 6663

wir sezieren eine der 'kleinen hinterlistigkeiten von großer verbreitungsmacht ... aber tiefem mißtrauen' (m. foucault):jeder ausflug in den öffentlichen raum, raus aus den obskuren anstalten pädagogischer zurichtung, steht unweigerlich unter ihrem stern.
'two by two - my human zoo' begibt sich der zug ungeformter nochnichtmenschen auf den weg, beaufsichtigt von einer pädagogisch ausgebildeten fachkraft, damit auch keines der lieben bösen bäh-lämmer vom rechten weg abkäme

... wissenschaftliche analyse ... absolut einseitig ... anders-seitig!


Zur Broschüre meinte ein Leser:

"Ruhe und Ordnung sind oder waren Prinzipien der bürgerlichen Revolution. Nach Michel Foucault sind sie Machtdispositive. Wenn Robert Hamm die Zweierreihe zum Gegenstand seiner Kritik macht, beschreibt er nicht nur ein pädagogisch relevantes Problem, sondern auch ein institutionelles Wissen von Handlungen, das von Kindern ebenso wie von Erwachsenen unbewusst verinnerlicht wird.

‚Tanz nicht aus der Reihe' zeigt, dass das Spiel in einer von Herrschaft bis in die Triebstruktur hinein manipulierten Gesellschaft (H. Marcuse) sich nicht frei entfalten kann, sondern nach Zwangsgesetzen funktioniert. Solche Regeln des Zusammenlebens lassen sich nicht nur im Alltag finden, sondern auch in den Wissenschaften, die deshalb bürgerlich heissen, weil sich in ihnen die Persönlichkeit eines(r) Jeden nicht frei entfalten und entwickeln kann, sondern erzogen wird. Das Gefängnis ist überall. Und es beginnt nicht erst bei der Zweierreihe."